In den Anfängen der Rundfunktechnik und insbesondere der Fernsehversorgung hatten die Zuhörer und Zuschauer nur eine sehr eingeschränkte Auswahl an empfangbaren Programmen die ausschließlich terrestrisch (Sendeeinrichtung fest auf der Erde installiert) ausgesendet wurden.

Die Satellitentechnik änderte dies gravierend. Die zwei Hauptsatellitensysteme ASTRA und EUTELSAT senden heute zusammen etwas 100 analoge TV-Programme, 150 analoge Radio- und ca. 80 digitale ADR-Radioprogramme. Somit ist die Programmvielfalt deutlich höher als in den örtlichen Kabelprogrammen.
Jedoch bedingen Kabelkanäle und Satellitenprogramme unterschiedliche Empfangs- und Aufbereitungstechniken. Während Kabelfernsehen direkt mit den üblichen Fernsehgeräten empfangbar ist, benötigen Satellitenempfänger besondere, abgestimmte Empfangsschüsseln, Receiver und gegebenenfalls besondere Aufbereitungsgeräte, wenn das Signal mehreren Empfangsgeräte gleichzeitig zur Verfügung gestellt werden soll.
Bei all diesen Fragen hinsichtlich Empfang, Aufbereitung und Verteilung von terrestrischen und SAT-Empfangsanlagen beraten wir Sie ausführlich und genau abgestimmt auf ihren Bedarfsfall:
- terrestrischer Empfang
- SAT-Empfang von ASTRA und/oder EUTELSAT
- Kombination von terrestrischem und SAT-Empfang
- Receiverauswahl
- zentrale Kanalaufbereitung für Großempfangsanlagen
Interessantes über SAT-Anlagen
Durch die Anwendung modernster Technik können bei der digitalen Übertragung mehrere Programme (6 - 10) im selben Frequenzbereich übertragen werden, der normalerweise für die Übertragung eines einzigen Analogprogramms nötig ist.
Die digitale Übertragungstechnologie wurde in Zusammenarbeit mit dem DVB (Digital Video Broadcasting Group) entwickelt. SES ist eines der Gründungsmitglieder des DVB. Ziel des DVB ist es, einen weltweiten Standard für digitale übertragungen zu etablieren und letztlich dem Verbraucher auf diesem Wege digitales Empfangsgerät zu günstigen Preisen anbieten zu können.
ASTRA überträgt heute bereits mehr als 90 frei zu empfangende digitale Programme in ganz Europa sowie digitale Pay-TV-Pakete in Frankreich, Spanien, Deutschland, Polen und den Niederlanden.
Innerhalb dieser Pay-TV-Pakete können die Sender auch Video-on-demand, Pay-per-view, die Übertragung eines Ereignisses durch Kameras auf verschiedenen Positionen und vieles mehr bieten. Das elektronische Programmverzeichnis EPG ist Bestandteil der Programmpakete und führt den Zuschauer durch das Angebot.
Was Sie brauchen:
- Satellitenantenne
- Universal LNB
- Satellitenempfänger
- Gemeinschaftsanlagen
- Programmangebot
Die Antenne ist wichtiger Bestandteil der Satellitenanlage. Sie empfängt die von den Satelliten übertragenen Signale und reflektiert sie in einen Brennpunkt, in dem der LNB angebracht ist.
Dank der Technologie des ASTRA Satellitensystems reicht eine kleine (in der Regel 60 - 80 cm) Antenne aus, um das gesamte Angebot zahlreicher europäischer Sender zu empfangen. Die für die jeweilige Region empfohlene Antennengröße findet man unter
"ASTRA Ausleuchtzone".
1. Warum brauchen Sie ein Universal LNB?
Derzeit besteht ASTRA aus 12 Satelliten; seiben davon sind auf der Orbitalposition 19,2° Ost ko-positioniert.
ASTRA 1A - 1C arbeiten im "unteren" ASTRA Band von 10,70 GHz bis 11,70 GHz. ASTRA 1E, 1F und 1G, arbeiten im "oberen" ASTRA Band
zwischen 11,70 und 12,75 Ghz. Um den gesamten Frequenzbereich von 10,70 bis 12,75 Ghz zu empfangen, ist der Einsatz eines Universal LNB
erforderlich. Das Universal LNB erlaubt Ihnen gleichermaßen den Anschluß eines analogen-, als auch eines digitalen Receivers (Set-Top-Box).
Ältere LNBs in bereits installierten Empfangsanlagen können problemlos ausgetauscht werden.
2. Wie funktioniert es?
Das "Universal LNB" wählt entweder das "untere" ASTRA Band oder das "obere" ASTRA Band, indem es einen 22 kHz Schaltton aktiviert,
der von dem Satellitenreceiver erzeugt wird.
Die vertikale oder horizontale Polarisation wird gewählt, indem die Stromversorgung des LNB 13 oder 18 Volt erhält.
3. Wie erkennt man ein Universal LNB?
Ein Universal LNB trägt normalerweise die Aufschrift "Universal LNB" oder einen Hinweis auf den Empfang der gesamten
Bandbreite von 10,70 bis 12,75 GHz. Ältere LNB-Typen, die für den digitalen Empfang ungeeignet sind,
können nur ein Spektrum von 10,70 bis 11,70 GHz empfangen.
4. Andere Universal LNB Typen
4a. Das Universal Twin LNB
Das Universal Twin LNB erfüllt denselben Zweck wie das Universal LNB. Seine beiden Ausgänge können
jedoch unabhängig voneinander zwei Digitalempfänger, einen Digital- und einen Analogempfänger oder zwei Analogempfänger steuern.
4b. Das Universal Quatro LNB
Das (SMATV) Universal Quatro LNB verfügt über vier Ausgänge, die gleichzeitig beide Polarisationen und Bandbreiten liefern:
vertikales "unteres" Band, vertikales "oberes" Band, horizontales "unteres" Band, horizontales "oberes" Band.
Die Ausgänge des LNB sind an einen
Mehrfachschalter für die Weiterleitung an mehrere Empfänger angeschlossen s.a. Gemeinschafts-("SMATV") Empfang).
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1. Analoges Fernsehen und Radio
Für den Empfang analoger Dienste benötigen Sie einen analog Receiver.
Diese werden zu günstigen Preisen von zahlreichen Herstellern angeboten.
2. Digitales Fernsehen und Radio
Für den Empfang digitaler Dienste ist ein besonderer Digitalempfänger (Set-Top-Box) erforderlich.
Diese stellt sich auf die Frequenz des gewählten Transponder-Kanals ein,
korrigiert Fehler, wählt den gewünschten Programm-Datenstrom, demoduliert das digitale Signal und entschlüsselt die MPEG-2 Video-,
Audio- und Datensignale. Es kann sich entweder um eine Set-Top-Box für freie Dienste oder um eine Pay-TV-Box
einer der Anbieter digitaler Programmpakete handeln,
mit der man zusätzlich auch die freien Programme empfangen kann.
Wie funktioniert die Set-Top-Box?
Das digitale Signal aus dem Universal LNB erreicht den Tunereingang in der Bandbreite zwischen
950 und 2150 MHz. Der Tuner wählt die entsprechende Zwischenfrequenz des Satellitentransponders,
dessen Multiplex den vom Verbraucher im elektronischen Programmverzeichnis (Electronic Programme Guide - EPG) gewählten Dienst enthält.
Nach der Demodulierung und Fehlerkorrektur wird ein Bit-Strom erzeugt - der MPEG2-Transportstrom.
Descrambler und Smart Card bringen das verschlüsselte Signal in sein ursprüngliches,
klares Format zurück (bei Pay-TV). Der Demultiplexer extrahiert die Video-, Audio- und Datenkomponenten
des gewünschten Dienstes im Multiplex. Die digitalen Signale werden dann in analoges Format konvertiert
und an die Ausgabeterminals der Set Top Box weitergeleitet.
3. ADR
Für den Empfang der digitalen Radioprogramme über ASTRA ist ein spezieller ADR-Empfänger nötig.
Um die Audiosignale besser nutzen zu können, sollte er an ein HiFi-System angeschlossen sein.
ADR-Empfänger zu günstigen Preisen werden von verschiedenen Herstellern angeboten.
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In großen Wohnanlagen ist die gemeinsame Nutzung der Satellitenempfangsanlage gewünscht.
Die Signale werden an zentraler Stelle empfangen und über Koaxialkabel weitergeleitet.
Die gemeinsame Nutzung einer Parabolantenne, einer Empfangs- und Verteilereinheit und des Kabelnetzes
führen zu beträchtlicher Kostensenkung für den einzelnen Haushalt. Gemeinschaftliche Satellitenempfangssysteme
werden im Mietgesetz mit Kabelnetzen gleichgesetzt und können daher auf die Mieten umgelegt werden.
"Eine Antenne für alle" verhindert auch, daß auf Wohnblöcken - wie häufig zu beobachten ist - Parabolantennen "aus dem Boden schießen".
Für Gemeinschaftsantennensysteme wird ein spezielles Universal LNB mit 4 Ausgängen (Universal Quatro LNB)
verwendet. Diese vier Ausgänge können beide Polarisationen und Bandbreiten gleichzeitig liefern: vertikaler Niedrigfrequenzbereich,
vertikaler Hochfrequenzbereich, horizontaler Niedrigfrequenzbereich und horizontaler Hochfrequenzbereich.
Die Ausgänge des LNB sind an einen Mehrfachschalter für die Weiterleitung an mehrere Empfänger angeschlossen.
Ein verzweigtes Netz mit sternförmiger Verteilung ermöglicht es dem einzelnen Abonnenten,
bei minimaler Verkabelung aus allen verfügbaren Programmen zu wählen. Das ASTRA-Satellitensignal
kann selbstverständlich mit anderen Signalen kombiniert werden - so ist z.B. der Empfang zusätzlicher
Programme über eine vorhandene terrestrische Antenne, andere Satellitenantennen und / oder Kabel möglich.
Die empfohlene Größe einer Gemeinschaftsantenne hängt von der Stärke des Satellitensignals
und vom Empfangsort sowie von der Anzahl der an das Netz angeschlossenen Empfänger ab.
Eine Gemeinschaftsantenne sollte etwas größer sein als eine Individualantenne.
Weitere Informationen finden Sie in untenstehender Tabelle und unter
"Ausleuchtzonen".
ASTRA Fachhändler und Installationsbetriebe bieten Informationen
und Unterstützung bei allen Fragen der Installation von individuellen und gemeinschaftlichen Satellitenempfangssystemen.
| Anzahl installierter Empfänger |
Parabolantennengröße in
cm |
| 1 - 4** |
60 |
75 |
90 |
120 |
| 5 - 16 |
75 |
90 |
120 |
150 |
| 16 - 50 |
90 |
120 |
150 |
180 |
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Das umfangreiche Programmangebot der ASTRA-Satelliten ist in den nachfolgenden Tabellen aufgeführt:
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